Nur Horizont, egal wohin man schaut

Ich habe heute ein erklärtes Ziel. Und zwar der Salzsee zwischen Foum-Zguide und M’ahmid. Nach einer sehr kalten Nacht auf ca. 2000m höhe, komme ich nur schwer aus dem Nest. Ich ziehe mich an und gehe ein bischen Flussabwärts. Da ich mir nicht 100% sicher bin ob das das Flussbett ist welches Markus meinte, lass ich es. Wenn ich da einmal drin bin gibt es kein zurück und das schon nach knapp 600m. Nein da nehme ich lieber die Hochstraße, da weiß ich wenigstens wo ich rauskomme. Sachen gepackt und los. 70 km grandiose Aussichten und schöne Straßen lassen mich die Schlucht schnell vergessen. 


In Tata angekommen stocke ich meine Wasservorräter auf und plane bei einer Tajine meinen weiteren Tag, als mich plötzlich jemand von der Seite anspricht. “Ist das dein Motorrad?“ Nein es waren diesmal keine Deutschen aber unsere Reisewilligen Nachbarn. Es waren 2 Hölländer die 5 Tage durch Südm Marokko touren. Was will man bitte 5 Tage in Marokko? Nach einem schönen Gespräch bekomme ich mit das die Beiden noch eine schöne Route nach Agadir suchen. Ich gebe den beiden alle Koordinaten jeder einzelnen Abbiegung die ich gefahren bin. Die beiden sind glücklich und ich satt, also kann es weitergehen.Irgendwann weit hinter Tata fängt dann auch so langsam die Wüste an. Der Sand am Straßenrand nimmt immerweiter zu und bei dem Wind heute lässt der erste Sandsturm meines Lebens nicht lange auf sich warten. 

Ich habe das Zeug jetzt überall. Der Sand ist so fein, schon fast wie Staub. Die Abreisvisiere auf meiner Brille bringen bei soetwas garnichts, der Sand setzt sich einfach dahinter. Nachdem ich dann auch meine Brille geputzt habe fahre ich weiter. Doch weit komme ich nicht, am Straßenrand stehen wilde Dromedare, die Fotos lasse ich mir nicht entgehen.


Jetzt dauertes auch nicht mehr lange und ich stehe kurz vor Foum-Zguide. Ich biege rechts ab und lasse die asphaltierte Straße für die nächsten 24 h hinter mir. 


Es ist schon ein wenig merkwürdig das mich “Nichts“ so beeindruckt. 


Irgendwann habe ich dann auch den Alten Salzsee erreicht und kann nochmal eine halbe Stunde richtig die Sau rauslassen. Gegen 16 Uhr baue ich dann mein Zelt mitten im “Nichts“ auf und freue mich auf eine zweite ruhige Nacht.

Achso und der Regen in Tata darf nicht vergessen werden. 

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Endlich wieder Wildnis

Mein Ziel ist Heute Tafraoute, oder besser gesagt einr Koordinate in der Nähe. Die der beiden Markus haben mir in Tanger zu einer Schlucht geraten die wunderschön sein soll. Also hop und bloß raus aus der Stadt. Mein Weg führt mich erstmal über langweilige gerade geteerte Straßen Richtung Atlas Gebirge. 

Und da ganz plötzlich und eigentlich schon unerweartet bekomm ich dann doch noch mein Ziegenbild. 

Weiter gehts und es braucht auch nicht mehr lange bis ich die ersten Kurven in den Atlas befahre. Gegen 1 beschließe ich dann, an einer kleinen Klippe mit Aussicht, Mittag zu machen. Beim drehen passiert dann das was passieren musste.

Egal nichts passiert, aufgehoben und schon beginnt die Pause. 


Nach dem Mittag mache ich mich Schnellstmöglich auf zu den Koordinaten, denn lange hell ist es hier nicht. Wenn man Wild Campen will muss man sich am besten vor der Dunkelheit noch einen Platz suchen. 

An den Koordinaten angekommen muss ich ein wenig lachen. Seht selbst.

Er hat den Punkt genau auf der Kreuzung gesetzt, oder ich bin zu blöd diese einzugeben. Da die Straße rechts nach viel Verkehr aussieht entscheide ich mich für geradeaus. Mittlerweile bin ich bei über 2000 m ü.NN angekommen. So langsam zweifel ich echt an meinen Fähigkeiten mein Navi zu bedienen, hier oben ein Flussbett? Und tatsächlich kommt irgendwann auf der rechten Seite ein ausgetrocknetes Flussbett mit Reifenspuren. 


Ich entscheide mich den Reifenspuren zu folgen, werde dann aber wenig später im Gebirge gestoppt. Hier sind alle Spuren vorbei. 


Bei meiner Runterfahrt sehe ich dann noch ein paar Spuren im Geröll, doch mittlerweile ist es spät geworden und ich sollte mein Zelt aufbauen. Gesagt getan.


Es wird Dunkel, ich setze mich auf meinen kleinen Steinhaufen und schaue in den Himmel. Nach und nach zeigen sich mehr Sterne irgendwann ist dann auch die Milchstraße mit bloßem Auge zu sehen. Es sieht einfach Gigantisch aus, man fühlt sich irgendwie wie unter einer großen Kuppel. Ich mache ein paar Fotos und dann ab ins Nest, der nächste Tag wird anstrengend.

Die letzten beiden Städte

Erstmal wird ausgeschlafen. So gegen 8 krabbel ich dann aus meinem Nest und packe alles zusammen. Dabei hab ich mich erschrocken wie noch nie zuvor, ich hatte Besuch.

 Der Bursche hat sich aber genauso erschreckt wie ich, als er plötzlich lautlos hinter mir stand. Kurz erholt, bezahlt und abfahrt. 

Mein Weg führt mich heute über mehrere Provinzstraßen recht gerade nach Essaouira. Eigentlich gibt es auch nichts Spannendes zu berichten denn überall war nichts und davon ganz viel. 

Mitten in diesem “Nichts“ sitzt dann ein Mann auf einem Stein der mich dann auch anhält. Er kann kein Wort Englisch aber er nennt immer einen Stadtnamen. Chichaoua. Nach kurzer Suche auf dem Navi hab ich das kleine Städtchen dann auch gefunden und weil ich weiß das ich seit einer halben Stunde kein Auto Überholt habe, nehme ich ihn einfach mit. Die 30 km Umweg sind auch egal. 

Das einzige was ich aus ihm rausbekommen habe ist sein Name. Der Gute heißt Emrit ob es so geschrieben wird weiß ich nicht, mit unseren Buchstaben kann er wenig Anfangen. Die ganze Situation muss ausgesehen haben wie bei Tarzan. Ich David, Du? Es hat aufjedenfall zu meiner belustigung beigetragen. 

Als ich ihn dann abgesetzt habe, habe ich auch meine erste Flussdurchfahrt in diesem Urlaub gemeistert, und zwar komplett trocken. Denn es hat ein bischen was gefehlt. 

Mein Navi ist der Überzeugung hier ist ein Fluss. 

Später bin ich dann auch endlich in Essaouira angekommen und begebe mich auf die Suche nach einem Campingplatz. 

Schnell gefunden, am Ende der kleinen Stadt am Meer. Auf gehts nur was zu essen suchen und den Strand anschauen, denn diese kleine Stadt ist wieder so ein Touristenmagnet. 

Der Strand ist an sich ganz schön, aber es loegt überall nur Müll. Da möchte jemand das du zu ihm in die Surfschule kommst, hier will die jemand eine Kameltour verkaufen. Das wird mir schonwieder alles zu viel und dann kommen auch noch die Typen, die dir irgendwelche Drogen verkaufen wollen. 

Es ist eine niedliche aber viel zu überlaufene Hafenstadt. Ich hol mir nur mein Essen und dann aber schnell Richtung Campingplatz. 

Dort angekommen wird der Tag doch noch grandios. Ich treffen mal wieder auf Deutsche. Norbert und Nicole, die beiden sind mit ihrem Land Rover auch schon einige Wochen unterwegs und haben somit einiges zu erzählen. Da sie auch seit etlichen Jahren Reisen, wird unser Abend noch länger als gedacht. 

Es heißt in Essaouira klettern fie Ziegen auf Bäume um an ihre Nahrung zu kommen, aber irgendwie hab ich kein Glück. Am Morgen als ich mich auf dem Weg Richtung Agadir mache, sehe ich jede menge Ziegen aber die stehen alle auf dem Boden. Leicht geknickt fahre ich die Küstenstraße weiter Richtung Agadir. 

Nach Agadir möchte ich aus nur einem Grund. Dort wurde letztes Jahr eine Neue MAN Niederlassung gebaut und die wollte ich mir einfach mal anschauen, wie so in anderen Ländern bei der Selben Firma gearbeitet wird. Ich hatte zuvor nur E-Mail kontakt mit dem Chef und jetzt dürft ihr dreimal raten wer nicht da war. Genau der einzige der von meiner Besichtigung weiß und der ist auch noch 3 Wochen weg. Super also nutze ich Agadir nur um meine Vorräte aufzustocken, denn es ist das vorerst letzte mal das ich auf einem Campingplatz übernachte.

Die Nacht bricht rein und ich freue mich riesig auf den Atlas in den nächsten Tagen.

!!WICHTIG!! Die nächsten Tage werde ich meine Erfahrungen ziemlich unregelmäßig hochladen, denn wie ich mitbekommeb habe gibt es hier im Atlas nicht besonders viel Empfang.

Marrakesch, eine Großstadt in der Wüste

Nachdem ich dann gefrühstückt und mein Gepäck bei Paul gelassen habe, mache ich mich auf den Weg Richtung Marrakesch. Die nächsten Tage wird es bei mir noch ein wenig Ruhiger verlaufen bevor ich meinem Magen wieder gut zusetzen kann.

Von Paul habe ich auch eine Streckenempfehlung bekommen, wie man sie in Deutschland nie bekommen könnte. “Du fährst rechts, dann irgendwann kommt…. bis zum nächsten Dorf und dann so, hier da und dort so und du stehst kurz vor Marrakesch. Es sollte angemerkt werden das zwischen Ouzoud und Marrakesch mehr als 100 km liegen und es sich bei der Wegbeschreibung nur um Schotterstraßen handelt.

Es wird sich von allen Verabschiedet und los gehts. Wie Paul gesagt hat kommt nach genau 10 km die besagte Schotterstraße. Außer dieser Piste gibt es aber sonst garnichts spannendes zu erwähnen. Hier ein kleines Dorf, da ein Brunnen und sonst nichts Aufregendes. Irgendwann schalte ich dann mein NAvi dazu um den Campingplatz zu finden, was sich als sehr nützlich erweisen sollte, denn es ist ein Fußballspiel in Marrakesch und somit auch alles dicht. Es ist nicht so wie bei uns das hunderte Polizisten aufmaschieren, nein hier wird gleich das Militär herangezogen und alle bis unter die Zähne bewaffnet. Aber lasst mich raten hier muckt keiner auf.

Nachdem ich dann den Campingplatz in der hintersten Ecke Marrakeschs gefunden habe, mache ich mich auf den Weg zu Markt außerhalb Marrakeschs, um mir ein paar Vitamine zu kaufen. Es ist schon gewöhnungsbedürftig, alles was hier auf den Ständen liegt würde bei uns nichtmal in die nähe eines Supermarkts kommen. Wenn sich eine verschimmelte Weintraube zwischen die anderen schleicht dann wird halt der Preis ein wenig gesenkt, mehr nicht.

Mit einer menge Vitamine im Gepäck geht es dann in Richtung Campingplatz zurück um mich noch ein wenig auszuruhen.

Zu meinem Überraschen hat der Campingplatz ein Pool sodass ich es mir nochml richtig gut gehen lassen kann. Obstsalat in der Hand bei 30 Grad am Pool, nochmehr kann man nur beim Motorradfahren entspannen.

Am nächsten Tag steht Marrakesch auf dem Programm, wer mich kennt der weiß das ich große Städte garnicht leiden kann, deshalb verzichte ich auch auf eine komplette Stadtbesichtigung und belasse es nur bei der Medina. Gestern Abend habe ich noch ein deutsches Pärchen kennen die mir einen bewachten Parkplatz in mittelbarer Umgebung zur Medina gezeigt haben. Auf das Moped, fertig und los gehts in den schlimmsten Verkehr den ich je erlebt habe. Rumänien war mit seinen Rasern schlimm, aber das hier topt warscheinlich nur ein Asiatisches Land. In der Fahrschule sollte den Marokanern mal erklärt weredn wie ein Blinker funktioniert oder besser sagen das ein Auto einen besitzt. Jeder fährt wie er grade lustig ist, irgendwer macht schon platz. Die einzigen beiden Funktionen die im Auto genutzt werden sind Gas und Hupe.

Irgendwann bin ich dann doch unbeschadet ( ich weiß nicht wie ) am Parkplatz angekommen und kann mich nun in die Medina begeben.

Da kommt auch schonwieder das Problem mit den Großstädten, eng und laut absolut nichts für mich. Wenn man aber einmal hier ist dann muss man das mal mitgemacht haben. Ich quäle mich regelrecht durch die engen Gassen bevor es mir zu bunt wird und ich mich doch lieber auf dem Platz der Gaukler aufhalte. 

Möchtegern Schlangenbeschwörer die Todesmutig vor ihren halb toten Kobras rumhampeln oder Affen die an einer Kette um den Hals über den Platz gezerrt werden. Nein das ist auch nichts für mich, ich hol mir lieber einen frischen Saft von den unzähligen Obstständen. Danach setzte ich mich in ein Panoramacafe über dem Platz um mir das Treiben aus sicherer Entfernung anzusehen. 
16 Uhr und schon geht es los der Platz wo ebend nur ein paar Touristen rumgelaufen sind entwickelt sich zu einem riesen Haufen von Wagen. Die Essenstände kommen. Von oben gesehen sieht das gewusel dann doch ganz lustig und faszinierend aus. Nach knapp einer Stunde ist dann alles aufgebaut es gibt nichts, was es nicht gibt. Überall dampft und köchelt es, doch ohne mich. Jeder möchte das du bei ihm isst und zerrt hier, zerrt da. 

Da bewege ich mich lieber wieder in Richtung Motorrad und esse am Campingplatz in Ruhe.

Das gewusel habe ich auf Video, deshalb kommt das ganze als gesonderter Beitrag. 

Irgendwann erwischt es jeden

Die Nacht verläuft für mich nicht so wie gewünscht, mein Darm macht mir einen Strich durch die Rechnung. Jede Stunde darf ich dann aufstehen zur Toilette rennen und wieder hinlegen. Ich Trottel habe dann auch noch die Falschen Tabletten eingepackt, Schmerzmittel habe ich jetzt genug aber halt keine Durchfalltabletten.

Am morgen, nach dem letzten besuch der Toilette mache ich mich dann im Eiltempo in das nächstgelegene Dorf mit einer Apotheke. Dann kommt das nächste Problem, mach mal einer Apothekerin, die keine deiner Sprachen spricht klar das du Durchfall hast und Tabletten brauchst. Eine Praxisvorführung habe ich dann aber doch lieber sein lassen. Irgendwann nachdem ich, auch Pantomimisch versucht habe eine Erklärung meiner Lage zu geben zücke ich dann doch lieber mein Handy und Google nach dem richtugen Wirkstoff.

2.80 € für 20 Stück, da kann man e ht nicht Meckern. Mit den Tabletten in der Hand, traue ich mich dann auch nochmal zurück in den Canyon um ein Paar schöne Fotos zu machen.

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Das ist einer der ersten wo ich in Marokko Wolken zu gesicht bekomme, deshalb probiere ich mich mal wieder in den Manuellen Einstellungen an meiner Kamera aus und ich muss sagen, den Unterschied zwischen Automatik und Manuell sieht man extrem. Ich werde mir also die nächsten Tage also mehr Zeit nehmen und mehr auf der Manuellen Stufe fotografieren.

Doch der Darm gibt nicht ruhe und ich muss zurück ins Camp. Mit Paul dem Chef des Campingplatzes habe ich dann auch noch ein Ausschweifendes Gespräch über mein Gepäck und was er davon entfernen würde. Und er bietet mir an ein Teil meines Gepäcks bei ihm zu lassen, oder auch nach Hause zu schicken.

Nachdem der größte Touristenstrom von den Wasserfällen abwandert,begebe ich mich in dessen Richtung. Paul meinte das in der Hauptsaison jeden Tag bis zu 10 000 Personen die Wasserfälle besuchen, ich fand die 10 Reisebusse eigentlich schon zu viel aber es ist und bleibt eine Touristenattraktion, welche die Marokkaner zu vermarkten wissen.

Das alles wurde nur für einen Wasserfall erbaut. Auf dem Weg nach ganz unten höre ich dann doch bei 10 Restaurants auf zu zählen. Es ist einfach unfassbar, man kann sich nicht einmal in Ruhe den Wasserfall anschauen, ohne das irgendein Möchtegern Guide daher kommt und dir alles zeigen will. Irgendwann kann auch ich da nichtmehr Ruhig bleiben, nachdem ich den letzten lautstark abgewimmelt habe war dann auch ruhe und ich konnte meines Weges gehen. 

Mittlerweile ist es schon dunkel geworden und ich mache mich zurück auf den Weg zum Campingplatz. Dort angekommen esse ich mit Knut und Sonja noch zu Abend und lege mich schlafen. 

Der Morgen bricht herein und ich überlege das Angebot von Paul anzunehmen. Diesmal werde ich mir mehr Zeit beim zusammenpacken nehmen und gucken was ich wirklich brauche. Naja seht selbst.

Ich bin mit so viel zu viel losgefahren was mir vorher so garnicht bewusst war. Aber man lernt ja von jeder zur nächsten Tour  immer wieder dazu. Aber ich bin nicht der einzige mit diesen Problemen, wie ich von Freunden, die ich auf Reisetreffen kennengelernt habe, höre ist das mit dem Gepäck auf längeren Touren immer so eine Sache. Nicht wahr ROBERT. 

Der Weg nach und Marrakesh kommt morgen.

Der Weg Richtung Marrakesh

Der Morgen bricht herein, die ersten Sonnenstrahlen erwärmen mein Zelt, es ist Aufbruchszeit. Sachen gepackt und auf geht’s. Ich muss gestehen die Strecke Richtung Marrakesh ist nicht besonders Spannend, außer das man immer parallel zum Atlas-Gebirge fährt hat sie nicht viel zu bieten. Die ein oder andere Schottereinlage gibt es nebenbei auch, aber sonst? Nichts. Nach 200 km Nationalstraße hab ich die Schnauze voll und biege auf die Schotterstraßen ab. Mein Navi sagt das es nur noch 70 km bis Ouzoud sind. 

Also gehts volle Attacke über die Schotter -und Sandpisten durch die Ausläufer des Atlas Gebirges. Irgendwann komm ich zu einem Punkt wo mein Navi sagt: “Bitte rechts abbiegen“ das einzige problem ist, das es rechts neben mir ca. 50m in die tiefe geht. 

So langsam wird es dann auch knapp was die Zeit angeht. 17.45 Uhr ist hier die Sonne weg und ich hab keine lust im dunkeln über Schotter und Sand zu fahren. Also habe ich jetzt noch 1.45 h für knapp 80 km Schotterpiste, klingt machbar wenn da nicht diese unfassbare Landschaft wäre. Sie fängt auf den Schotterpisten an und Endet erst am Campingplatz. Ich muss mich echt zusammenreißen das ich nicht alle 100m anhalte um ein Foto zu machen. 

Die 30 km wunderbar Asphaltierte Kurvenstrecken á la Transfagarasan machen das ganze nicht besser. Überall lassen sich wunderschöne Fotos schießen, hier ein Ausblick dort eine schöne Schlucht, aber ich hab doch keine Zeit. Punkt 17.30 Uhr komme ich dann bei den letzten Sonnenstrahlen am Campingplatz an. Wie soll es auch anders sein ich treffe mal wieder auf Deutsche. Knut und Sonja sind seit mehreren Monaten mit ihrem Mercedes Benz in Marokko und sind grade wieder in Richtung Heimat unterwegs. 

Die Internetadresse auf dem LKW “www.knutsgarage.de“ kommt mir irgendwoher bekannt vor. Nach einem sehr langem und lustigen Gespräch fällt mir auch wieder ein woher. Kabel Eins hatte vor Jahren in ihrer Sendung Abenteuer Leben mal einen Bericht über die beiden laufen. Der Abend wird für uns noch sehr lang und morgen geht es dann zu den Cascades de Ouzoud. 

Fes Altstadt

Morgens werde ich von dem Guide am Campingplatz, zur vereinbaten Zeit abgeholt. Zu meinem Überraschen halten wir nochmal vor einem Hotel und holen noch ein Französisches Pärchen ab. Clementine und Yannick heißen die beiden, anfangs hatte wir so unsere kommunikativen Probleme aber als wir dann festgestellt haben das die beiden auch Deutsch sprechen war das Eis gebrochen. Die beiden sind für eine Rally nach Marokko gekommen und machen jetzt in Fes ein paar Tage Pause.

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Zusammen geht es dann in Richtung alter Medina, nach ein paar Hintergrundinfos über die Altstadt halten wir an einem Aussichtspunkt von woaus man die komplette Altstadt überblicken kann.

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Die kleinen Straßen dort laden ein zum erkunden, jedoch nicht alleine, denn bei der Masse an kleinen Nebenstraßen läuft man an allem vorbei ohne überhaupt gewusst zu haben das solche kleinen Shops und Restaurants existieren.

Von den Keramikmanufakturen, über Gerbereien und den Stoffverarbeitungen zum Teppich oder Tüchern. Das alles hätten wir definitiv alleine nie gefunden, überall wo wir halt gemacht haben folgte dann auch noch die obligatorische Verkaufsshow. Hier wir haben das beste alles Handgemacht und nur bei uns. Irgendwann nervt es auch ein wenig, wir wollen nichts kaufen wir wollen uns nur Fes anschauen. Zum Mittag werden wir dann alleine gelassen und können uns endlich in Ruhe unterhalten. Die beiden kommen aus Straßborg, kein wunder das Yannick so gut Deutsch spricht. Wir brauchen mehr als 2 Stunden für unser Üppiges Mahl, lachen und unterhalten uns sehr viel.

Mit der Taxi suche endet dann auch unser Ausflug in die wunderschöne Altstadt. Ich verabschiede mich von den beiden und das wird nicht das letzte mal gewesen sein das ich die beiden getroffen habe.

Unser Guide wurde dann nur noch ein wenig unverschämt was den vereinbarten Preis betrifft aber gut bevor ich noch irgendwelche Probleme bekomme bezahl ich die 5€ mehr und gut ist.