Es ist ….. Nutella

Ich halte mir die Entscheidung über mein Ausreisedatum weiterhin offen, doch sicher ist das ich innerhalb der nächsten beiden Tage irgendwann das Land verlasse. Ich mache mich also auf den Weg zurück zum Ausgangspunkt meiner Marokko Runde. Tanger, ich will dort nurnoch ein paar besorgungen machen, ein Ticket kaufen und dann ausreisen. In Tanger angekommen suche ich den kleinen Campingplatz Miramonte auf, auf dem ich die “Gurkentruppe“ kennengelernt habe. Mit großer Verwunderung steh ich vor einem Polizisten der vor dem Tor steht. Er erklärt mir das der Campingplatz entgültig geschlossen sei. Ich weise ihn freundlichst darauf hin das ich dort Ende Oktober noch gezeltet habe. Er erklärt mir was geschehen ist. Der Besitzer ist in Geldnot gekommen und hat sich unsichtbar gemacht keiner weiß wo er ist. Seine Mitarbeiter z.b. Aymen, wollten das nicht einsehen haben den Campingplatz wieder geöffnet und sich das Geld in die eigene Tasche gesteckt, wo die Jungs jetzt abgeblieben sind weiß er auch nicht. 

Super der Campingplatz ist zu es ist erst um 12, dann mach ich jetzt noch ein paar besorgungen und dann setzte ich halt heute schon nach Spanien über. 

Auf einem bewachten Parkplatz stelle ich mein Moped ab und gehe das Stück bis zum kleinen Nougatstand wo es die 1kg srtangen gibt. Es wird immer besser, er hat auch zu und alle anderen haben nur riesen Platten oder größe Beutel. Dann geht es für mich halt ohne Nougat weiter, der Preis der Tajine hat mir auch nicht gepasst und er wollte nicht noch weiter mit dem Preis runter. Pech gehabt dann fahr ich halt nur mit meinen beiden Teppichen nach Hause. 

In Tanger Med angekommen kaufe ich mir ein Ticket für 19.30 Uhr nach Algeciras und schon beginnt die lustige Ausreise. Der erste Herr will meine Tickets sehen, der 2. Herr meine Einreisepapiere, der 3. Herr dann meinen Reisepass und Nummer 4 gibt mir dann den Ausreisestempel. 

In Deutschland würde man kosten sparen und das alles eine Person machen lassen, aber so ist es lustiger. Jeder wirft mit irgendwelchen wahllosen deutschen Begriffen oder Namen umsich, die garnichts mit dem Gespräch zu tun haben. Ganz beliebt sind: Hamburg, Bayern München und Michael Schumacher (ob die wissen was mit ihm passiert ist?).

Dann geht es weiter zur Fahrzeugkontrolle, man stellt sein Fahrzeug in eine Reihe mit anderen auf eine kleine Erhebung. Dann fährt ein LKW mit einem Scanner bewaffnet gaaaaaanz langsam an der Kolonne vorbei und wer ist wieder Mode? Richtig ich darf an die Seite fahren. Um mich rum 3 bewaffnete Polizisten die mich Aufforden den linken Koffer zu öffnen. In meinen Gedanken gehe ich langsam durch was dort drin ist. Ok das Messer ist nen bisschen groß und die 500g Tee sehen bestimmt aus wie Drogen. 

Als der Koffer auf ist fangen alle 3 an zu lachen, der Tee und das Messer interessiert sie garnicht. DAS NUTELLAGLAS IST VERDÄCHTIG GEWESEN. Die drei verabschieden sich von mir mit einem breitem Grinsen im Gesicht und Wünschen mir noch eine Gute Reise.

Weiter geht es, durch das ganze gewusel habe ich total vergessen wo ich hin muss und halte beim nächsten Polizisten an um zu Fragen. Er erklärt es mir und fragt gleichzeitig ob ich noch ein wenig zeit hätte. Ja klar meine Fähre geht erst um 19.30. Gut sagt er dann bist du jetzt unser Trainingspartner. Ich stelle den Motor ab und bleibe an Ort und Stelle. Er geht hinter sein Häuschen und holt seinen Hund. Er fordert mich auf den Motor zu starten. Das mache ich und in diesem Augenblick versucht der Hund abzuhauen. Wie geil ist das denn bitte, ein Drogenspürhund der Angst vor Motorrädern hat? Ich bekomme immer wieder sein Lieblingsspielzeug zugeworfen und er muss sich es holen, nach einigen Versuchen klappt das dann auch ganz gut nur ist er immernoch ganz schön ängstlich. 

Ich werde dann hier auch noch verabschiedet und es geht zum Dock wo auch schon die Fähre bereit steht.

Ganze 10 Autos wollen heute noch Übersetzen. Irgendwie habe ich so langsam das Gefühl das es richtig gewesen ist am Abend das Land zu verlassen. Das Motorrad steht verzurrt im Bauch der Fähre, jetzt habe ich auch wieder ein wenig Zeit, Bilder zu sortieren und den Vortrag ein wenig vorran zu bringen.

Es wird dunkel und wir legen ab in Richtung Algeciras. 

Tanger und Ceuta verabschieden sich von mir während wir den Afrikanischen Kontinent verlassen. Gibraltar und Algeciras werde immer größer und schlussendlich legen wir nach nur einer Stunde Fahrtzeit an. 

Die Einreise geht für mich natürlich ziemlich fix, einmal den Reisepass bitte und Gute Weiterfahrt. Ich muss mich jetzt echt beeilen damit ich noch pünktlich am Campingplatz ankomme, denn es ist schon 22.00 Uhr. Dort angekommen ist nurnoch das Sicherheitspersonal da. Er meinte der Campingplatz sei schon zu und ich soll morgen wieder kommen. Nach ein wenig betteln nimmt er dann sein Telefon zur Hand und ist ermal 10 min verschwunden. Jetzt fällt mir auch ein warum der Platz schon zu ist, Marokko hat dieses Jahr das erste mal auch die Uhren zurück gestellt, das habe ich total vergessen. 

Der Sicherheitsmann kommt mit der Guten Nachricht zurück das ich doch bleiben kann, er bräuchte nur meinen Personalausweis als Sicherheit. Nichts leichter als das, ich koche mir noch ein paar Nudeln und schon beginnt für mich die erste Nacht zurück in Europa.

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