Der fiese Reifenbeißer ist da

Am Morgen geht es für mich gaaaaaanz langsam los gegen 10 krieche ich aus dem Bett und Frühstücke erst einmal. Mein weg führt mich heute über 150 km gut ausgebaute Straße nach Midelt. 

Ein Canyon nach dem nächsten wird durchquert und schubs bin ich in Midelt. Dort angekommen lasse ich mich auf dem Campingplatz Murcipal nieder. Mein Plan ist erst einmal neue Schuhe zu finden und dann morgen den Ayachi und den Cirque de Jaaffar zu fahren. Soweit der Plan. An der Anmeldung lerne ich Hassan kennen es ist der Cousin des Besitzers, er verspricht mir mit mir Schuhe zu suchen. Wir gehen einen Laden nach dem nächsten ab, alle lachen immer nur wenn er die Größen 46 erwähnt. Hier in Marokko ist bis Größen 44 alles gängig aber drüber? Irgendwann nach gefühlten 10 km haben wir dann endlich ein Paar gefunden. Auf dem Rückweg fängt diese Grauenhafte Geschäftsmentalität wieder an. Ich hab dir geholfen also kaufst du morgen bei mir was. Ich könnte jwtut schonwieder kotzen, keiner tut irgendetwas aus Nächstenliebe, sondern nur um seinen eigenen Profit zu Steigern.

Der Campingplatz an sich gibt mir dann noch den Rest den ich brauche um meinen Plan zu ändern. Die einzige Schlange die ich auf meiner Reise gesehen habe lag dort im Klo und die Dusche war voller Karkalaken. Tut mir leid das ist selbst für mich zu viel. Kaputte Fenster und Türen in Tschechien, verwarloste Toiletten wo nur ein loch im Boden war in Frankreich oder kacken bei -5 Grad im Holzverschlag in Finnland. Es hat mich bis jetzt alles kalt gelassen, aber sowas geht garnicht. Eine wär ja nicht so schlimm gewesen, doch so viele sind ekelhaft. 

Am nächsten Morgen mache ich mich sehr früh auf den Weg Richtung Cirque de Jaafar. Kurz vor der Einfahrt treffe ich auf eine Wandergruppe. Nach einem kurzem Gespräch mit dem Führer, wird mein Plan nochmal über den Haufen geworfen. Den Ayachi mit Motorrad zu befahren sei unmöglich, mit einer unbeladenen Crossmaschiene vielleicht. Er zeigt mir ein paar Bilder und ich sehe ein das es keinen sin macht es zu versuchen. Also geht es für mich weiter Richtung Jaafar. 

Genau wie der Lago Maggiore am Anfang meiner Tour wurde immer gesagt: “ Den mussman gefahren haben“, und wieder stellt sich mir die Frage : Warum? Tom meinte zu mir jeder der was auf seine Fahrkünste hält fährt diese Strecke. Ähm ich war da in einer Stunde durch, da hab ich auf meiner beisherigen Tour deutlich anspruchsvollere Stecken gefahren. Gut mit dem LKW wie Knut und Sonja oder mit dem Land Rover wie die 4 Verrückten aus Tanger ist die Strecke schon ziemlich übel, aber mit Motorrad kein Problem. 

Da es noch ziemlich früh am Tage ist setze ich mein Ziel ziemlich nördlich mit Guercif. Ich gebe in meinem Navi hauptsächlich Offroad ein und die Odyssee beginnt. Eine Schotterstraße schöner als die andere. Es geht 140km genau gerade auf Guercif zu, es beginnt mit sehr breiten gut ausgebauten Schotterwegen, mit ab und zu auch ein wenig Asphalt, wo der ein oder andere Absatz dann zu einem ungewollten Hüpfer einläd. Mit riesen Schritten geht es in Richtung Guercif, bis die kleinen, schmalen und verwinkelten Wege beginnen. 

Es wurd immer und immer später und ich habe keine Chance hier irgendwo mein Zelt aufzuschlagen. Rechts ist der Abhang und links die Klippe aufwärts. 15 Uhr und immernoch 50 km so langsam wird es kritisch, ich möchte nicht im dunkeln über diese Piste fahren. Es dämmert und es sind noch 20km, doch dann veginnt endlich die asphaltierte Strecke. 

Im Guercif angekommen ist es bereits dunkel, da taucht Problem 2 auf. Kein Campingplatz im Umkreis von 30 km u.d kein Platz zum Wildcampen, alles ist voll mit Olivenplantagen die grade komplett unter Wasser gestellt wurden. 

Ganz klasse dann muss ich die Nacht Wohl oder Übel in einem Hotel schlafen. Da ist auch ziemlich schnell eins mit Garage gefunden und kostet natürlich 25€ die Nacht. Aber gut was will man machen, ich hab eine Dusche und unten gibt es sogar ein Restaurant. 

Nachdem ich mich frisch gemacht habe gehe ich runter und bestelle mir eine Thunfischpizza. Es was alles nur kein Thunfisch. 

 Der nächste Tag ist weniger bis garnicht interessant deshalb geh ich da auch nicht viel mehr drauf ein. Mich führt mein Weg bis an die Küste, genauer Cala Idris und das über super ausgebaute Landstraßen. 

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